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SCHRAMBERG Burg Ramstein

Die Burg Ramstein ist die Ruine einer Höhenburg auf einem bewaldeten Kamm rund 688 Meter über Normalnull im Tal der oberen Schiltach zwischen Schramberg und Tennenbronn im Landkreis Rottweil. Auf der Burg muss ein fürchterliches Gemetzel stattgefunden haben, nachdem zwei Kaufleute gefangen genommen wurden und für ihre Freilassung Lösegeld gezahlt wurde. Von der Anlage sind heute noch beeindruckende Mauerreste erhalten.

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Die Burg Ramstein ist vor 1137 entstanden und war das namengebende politische Zentrum der Herren von Ramstein, die aus den Herren von Obereschach hervorgingen. Diese Linie starb um 1280 aus, worauf ihre Herrschaft an die Herren von Falkenstein-Ramstein überging. 1411 wurde die Burg durch Truppen Konrads von Fürstenberg (1408 bis 1418/19) und der Stadt Straßburg belagert, erobert und zerstört, aber 1428 erneut aufgebaut. 1449 war der Ramstein schließlich im Pfandbesitz der Elisabeth von Rechberg, Ehefrau des Hans von Rechberg (gest. 1464).

In den Geschichtsquellen wird die Burg selbst erst zu Beginn des 15. Jahrhunderts genannt, während erhaltene Sandsteinbuckelquader der Burgmauer auf die Zeit um 1250, Reste der bergseitigen Mauer mit ihren Natursteinen auf eine noch frühere Zeitstellung hinweisen. Die St. Georgener Landtafel von 1606 und die Fundamente lassen eine kleine, nur 400 Quadratmeter umfassende Anlage mit Graben, Mauer, Tor, Torturm, Innenhof und Palas erkennen.

1451 begannen Hans von Rechberg und Heinrich von Eisenburg eine Fehde gegen den schwäbischen Städtebund, indem sie die Kaufleute Jörg Ehinger aus Ulm und Rudolf Muntprat aus Ravensburg gefangen nahmen und auf den Ramstein brachten. Die Städte zahlten ihnen 5200 Gulden Lösegeld für die Gefangenen, zogen aber nach deren Freilassung im Juli 1452 mit 1100 Fußsoldaten und 200 Reitern vor die Burg, die sie anschließend vier Tage lang belagerten.

Am 19. Juli wurde die Burg nach massivem Einsatz von Brandpfeilen eingenommen. Waffenfunde aus der Befestigungsanlage (kleine Geschosskugeln, Armbrustbolzen, Schwerter) belegen, dass es innerhalb der Burg zu einem fürchterlichen Gemetzel gekommen sein muss.

1454 ordnete Kaiser Friedrich III. Friedensverhandlungen zwischen Rechberg und den Reichsstädten an, die den Rechberger überraschend ins Recht setzten. Er erhielt vom Städtebund 14.000 Gulden Entschädigung für die Zerstörung des Ramstein. Mit diesem Geld baute er die Burg aber nicht wieder auf, sondern verwendete es zur Errichtung der Festung Hohenschramberg.

Die in Buckelquaderbauweise errichtete Burganlage hat eine Fläche von etwa 400 Quadratmeter. Sie wird durch einen breiten Graben von der Bergseite getrennt und war ursprünglich von einer umlaufenden Ringmauer umgeben. Die Burg hatte einen Torturm, einen runden Eckturm und einen Palas und sie war auf der Talseite zusätzlich durch Mauerwerk gesichert. Im Mittelpunkt der Anlage befand sich ein kleiner Innenhof. Heute sind nur noch wenige Mauerreste sichtbar.

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