GUTACH (BREISGAU)
Die Gemeinde Gutach im Breisgau liegt oberhalb von Waldkirch am Zusammenfluss der Wilden Gutach, die durch das Simonswäldertal verläuft, und der Elz. Die Gemeinde liegt inmitten eines großen Wandergebietes mit herrlichen Ferienunterkünften. Von Gutach ist die Breisgaumetropole Freiburg bequem per Zug in kürzester Zeit erreichbar.
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Die Geschichte der Gemeinde Gutach im Breisgau ist geprägt durch die Ansiedlung der Firma Gütermann Nähseide, die dem Ort vor über 100 Jahren zu Wohlstand verhalf. An der Elz angelegte Villen und Jugendstilbauten zeugen noch heute von diesem Wohlstand und prägen das Ortsbild. Diese Villen begrenzen auch den durch Gütermann entstandenen Golfplatz, einen 9-Loch Golfplatz mit Driving Range. Ein Freibad mit Beach-Volleyball-Platz ergänzt die Freizeitmöglichkeiten in Gutach.
Die St. Georgskirche im staatlich anerkannten Ortsteil Bleibach ist für kunsthistorisch Interessierte einen besonderen Ausflug wert. Dort befindet sich der im süddeutschen Raum einmalige Totentanz. Nicht nur der Totentanz ist auffällig für die Kirche, auch deren Bauweise mit moderenem Turm und Dach ist ein markantes Wahrzeichen für Bleibach.
Bei einer Wanderung auf dem Walderlebnispfad, der in Bleibach beginnt, erfahren Kinder und auch Erwachsene auf spielerische Weise Wissen über das Ökosystem Wald.
Malerische Schwarzwaldhöfe ziehen die Blicke in den Ortsteilen Siegelau und Oberspitzenbach auf sich. Urlaub auf dem Bauernhof in Gutach im Breisgau ist hier genau so möglich wie die Übernachtung in einem der familiär geführten Gasthäuser und Hotels.
Das Video oben zeigt einen Spaziergang bei Gutach im Breisgau. Bild antippen und genießen!
Im Schwarzwald-Hotel Silberkönig mit 3 Restaurants und 86 Betten ist außerdem das Bildungszentrum der südbadischen Wirtschaft ansässig. Eine vorbildliche Gastronomie mit gepflegten Gaststätten haben insbesondere im Ortsteil Bleibach, einem staatlich anerkannten Erholungsort, Jahr für Jahr immer mehr Gäste zur Erholung in den Ort gebracht. Gute Wanderwege mit vielen Ruhebänken laden ein zum besinnlichen Verweilen in reiner Waldluft.
Bleibacher Totentanz
Die Kirche St. Georg in Bleibach ist sehenswert. Der eigenwillige Bau vereinigt fünf Stil- und Bauepochen vom späten Mittelalter bis in die Moderne, die der Kirche mit dem letzten Umbau 1978 ein ganz neues Gesicht gegeben haben. Durch die Kirche gelangt man in das im süddeutschen Raum seltene Beinhaus mit dem noch vollständig erhaltenen Bleibacher Totentanz aus dem Jahre 1723, dem u. a. der Basler Totentanz als Vorbild gedient hat.
Gütermann Nähseide
Die Gütermann GmbH (Außenauftritt A&E Gütermann) mit Sitz im südbadischen Gutach im Breisgau ist ein traditionsreicher und weltweit operierender Nähfadenhersteller. Das Unternehmen wurde 1864 von Max Gütermann gegründet und stellte einst die größte Nähseidenfabrik der Welt dar. Gütermann ist heute Teil eines US-amerikanischen Konzerns.
Der Unternehmensgründer Max Gütermann wurde am 12. Oktober 1828 im oberfränkischen Redwitz an der Rodach geboren und starb am 30. August 1895 in Freiburg im Breisgau. Er arbeitete zunächst in Wien und gründete schließlich im badischen Gutach sein Unternehmen, das zu Weltruhm gelangen sollte. Denn hier an der Elz fand er das klare, weiche Wasser, das er für seine Produkte benötigte. Wurde Nähseide zuvor noch nach Gewicht bezahlt, verkaufte Gütermann seine Seide nach der Länge. Auch führte er die Kreuzwickung auf Papphülsen ein. Sie wurde zum Standard für alle Nähfadenhersteller. Seine Produktion stieg so stark, dass er Gastarbeiter aus Italien anwarb und infolgedessen zahlreiche Werkwohnungen baute. Weltweit beschäftigte er annähernd 3000 Arbeiter. Damit war Güter mann der größte Arbeitgeber Südbadens. 1995 wurde Gütermann als Lieferant für 1300 Kilometer Gütermann-Faden für die Reichstags-Verhüllung durch die beiden Künstler Christo und Jeanne-Claude bekannt. Zugleich begann eine weltweite Expansion. Doch mit der Wirtschaftskrise musste das Unternehmen in Gutach massiv Stellen abbauen. 2014 wurde es von einem US-amerikanischen Konzern übernommen.
Geschichte
Gutach im Breisgau blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der Ortsteil Bleibach wurde erstmals im Jahr 1178 in einer päpstlichen Bulle Alexanders II. als Besitztum des Klosters St. Margarethen in Waldkirch als Plidach erwähnt. Von einer Kirche in Bleibach war erstmals 1350 als Filiale der Pfarrei St. Peter in Waldkirch die Rede.
Siegelau wurde 1251 als Sigilnowe urkundlich erwähnt. Im Jahr 1360 wurde von einer Kirche im Ort berichtet.
Die erstmalige urkundliche Erwähnung Gutachs findet sich im Jahr 1309 in einem topografischen Wörterbuch als Guota. 1316 kam der Ort, der heute der gesamten Gemeinde den Namen gibt, zusammen mit Bleibach in den Besitz der Schwarzenberger auf der Kastelburg, Siegelau zu jenen auf der Schwarzenburg. Von einer Kapelle in Gutach wurde erst 1699 berichtet.
Im 16. Jahrhundert wurden die Gemeinden Gutach, Bleibach und Siegelau vorderösterreichisch. Sie gehörten zur Landgrafschaft Breisgau, bis sie 1805 dem Großherzogtum Baden zugeschlagen wurden.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Geschichte Gutachs wesentlich durch die Ansiedlung der Nähseidenfabrik Gütermann geprägt. Sie verhalf dem Ort zu großem Wohlstand.
Den Namenszusatz „im Breisgau“ führt Gutach seit dem 27. Juni 1961. Die heutige Gemeinde wurde 1974 durch Vereinigung der Gemeinden Gutach im Breisgau, Bleibach und Siegelau neu gebildet.
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